Unterbringung von Asylbewerbern in Garching

Seit März 2015 sind in den blauen Containern am Echinger Weg AsylbewerberInnen untergebracht. Sie kommen hauptsächlich aus Nigeria, Somalia, dem Senegal, dem Kongo, Eritrea, Mali, Pakistan und Syrien. In einem der Container sind rund 20 vorwiegend afghanische, unbegleitete jugendliche Flüchtlinge untergebracht.

Die Betreuung der Jugendlichen wird von der Inneren Mission und der Jugendhilfe Feldkirchen betreut.  Einige Flüchtlinge (Frauen und Kinder) sind dezentral auf dem Stadtgebiet in Wohnungen untergebracht. Das Containerhotel mit 144 Plätzen ist im Dezember 2015 eröffnet wurden, bis auf wenige Zimmer sind alle Räume belegt.

Die AsylbewerberInnen besuchen inzwischen Deutschkurse bei der Volkshochschule. Ehrenamtliche HelferInnen unterstützen dabei und helfen beim Lernen. Für die Kinder im Vorschulalter wird ebenfalls ein Deutschkurs angeboten und zusätzlich ist eine regelmäßige Kinderbetreuung durch Ehrenamtliche organisiert. Einige Kinder besuchen inzwischen auch Kindergärten, schulpflichtige Kinder gehen in die Grundschule West sowie in die Mittelschule.Viele ehrenamtliche Aktionen wie Einladungen zu Festen, Beratung für Arbeitssuchende, Ausflüge, Teestube und eine Fahrradaktion werden von den Flüchtlingen gerne angenommen.

Vom bloßen Container zum neuen Zuhause

Die Containerwohnanlage bietet auf drei Stockwerken Platz für bis zu 144 Personen. 12 Vierbettzimmer sind für die Unterbringung von Familien vorgesehen. Die weiteren Wohneinheiten sind für jeweils zwei Personen ausgelegt.

Im mittleren Bereich der Anlage sind darüber hinaus auch Räume für behindertengerechtes Wohnen vorhanden. Von Westen her ist ein barrierefreier Zugang zur Anlage möglich. Ergänzend verfügt die Unterkunft über Gemeinschaftsküchen, gemeinschaftliche Aufenthaltsräume, Wasch- und Trockenräume sowie Sanitäranlagen. Auch Räume für die Objekt- und Sozialbetreuung sind vorgesehen. Für die in der Containeranlage untergebrachten Kinder wird ein Spielplatz auf dem Gelände errichtet.

Kommunikation als Mittel gegen Ängste und Vorbehalte

In Ihren Ansprachen zur Eröffnung forderten Ernst Weidenbusch und Dietmar Gruchmann die Garchingerinnen und Garchinger auf, offen auf die Flüchtlinge zuzugehen: „Viele haben Angst vor den vielen Menschen mit anderen Sprachen, einer anderen Hautfarbe, Religion oder Kultur. Das ist in Ordnung, Denken sie aber auch daran, dass die Flüchtlinge, die hier her kommen, in viel größerer Zahl mit Menschen konfrontiert sind, die eine andere Sprache sprechen, eine andere Hautfarbe, eine andere Religion und eine andere Kultur haben“.

Um gegenseitige Ängste zu überwinden ist Kommunikation unabdingbar. Es braucht Austausch und Beziehungen. Die Garchingerinnen und Garchinger haben die Flüchtlinge bislang mit offenen Armen aufgenommen.

„Wir gehen unvoreingenommen auf die Asylbewerber zu und werden gerade diejenigen, die hier ein dauerhaftes Bleiberecht erhalten, tatkräftig in ihren Integrationsbemühungen unterstützen“, so Bürgermeister Dieter Gruchmann.

Integration bedeutet auch, den ankommenden Menschen die in Deutschland üblichen Sitten und Gebräuche zu erklären und sie auf geltendes Recht sowie allgemein anerkannte Regeln aufmerksam zu machen. Bei dieser Aufgabe sind alle Bürgerinnen und Bürger gefragt.

Dank an Helferkreise

Vor Ort engagieren sich zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Ohne sie wäre die Situation in Garching schwerlich zu meistern.