Stolz auf Asylbewerberunterkunft

Nur noch einige Arbeiten an den Außenanlagen, dann kann die neue Asylbewerberunterkunft des Landkreises in der Gemeinde Sauerlach bezogen werden. Bevor die ersten Asylsuchenden dort eintreffen, hatten Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, das neue Haus zu besichtigen. Das Interesse war groß: Weit über 100 Sauerlacher waren zur Besichtigung gekommen.

"Ich bin stolz darauf, dass wir eine menschenwürdige Unterkunft bieten können", freute sich Sauerlachs Erste Bürgermeisterin Barbara Bogner und überreichte als Willkommensgeschenk für die bald eintreffenden Asylbewerber Landrat Christoph Göbel das Ortswappen aus Glas, welches im Gemeinschaftsraum der Unterkunft aufgehängt werden soll. "Über diese Willkommensgeste freue ich mich außerordentlich. Gerade die Asylsuchenden, welche oft eine psychisch und physisch ansträngende Flucht hinter sich haben, brauchen einen Platz, an dem sie Ruhe und Frieden finden", so Göbel.

Bogner verwies auch auf das historisch bedeutende Datum des Besichtigungstages: "17. Juni, das war früher der der Tag der deutschen Einheit. Auch heute heißt es Einheit sein - Einheit werden!" Die Gemeinde heiße die Asylbewerber herzlich Willkommen. Um die neue Aufgabe gut zu meistern sei auch das Personal im Rathaus aufgestockt worden.

Positive Stimmen aus der Bevölkerung

Vertreter des Landratsamtes und der Gemeinde Sauerlach gaben bei einer Führung durch das Haus Informationen zum Bau, zur Belegung der Unterkunft und zur Betreuung der Asylsuchenden. Auch Mitglieder des Sauerlacher Helferkreises waren vor Ort und informierten die Besucher. Die Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger waren dabei sehr positiv.

Die Anlage in Modulbauweise bietet 64 Personen Platz. Davon sind zehn Obdachlosenplätze für die Gemeinde vorgesehen. In dem zweigeschossigen Bau sind 14 Wohneinheiten für Familien oder Wohngruppen sowie ein barrierefreies und rollstuhlgerechtes Einzelzimmer untergebracht. Alle Zimmer sind mit Küchenzeile, Bad/Dusche und WC ausgestattet. Neben den Wohnräumen bietet das Haus verschiedene Gemeinschaftsräume. Die Nutzungsdauer des Objektes ist auf zehn Jahre ausgelegt.

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