18.08.2016

Neue Asylplus-Lernzentren im Landkreis München

Asylplus ermöglicht computergestütztes Lernen für Geflüchtete mit Unterstützung des Landkreises. Der gemeinnützige Verein Asylplus e.V., der Geflüchteten Zugang zu computergestütztem Deutschlernen und anderen integrationsfördernden Themenbereichen bietet, gab heute bekannt, dass der Verein mit Unterstützung des Landkreises München Lernzentren in Städten und Gemeinden des Landkreises einrichtet.

Der Verein stellt dafür bis zu 200, größtenteils fabrikneue Google Chromebook-Laptops zur Verfügung, die der Verein im Rahmen des „Project Reconnect“1, einer Initiative der Google Stiftung für Geflüchtete in Deutschland, erhalten hat. Die ersten 130 Geräte wurden bereits an die Gemeinden Gräfelfing, Haar, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Kirchheim, Oberhaching, Putzbrunn, Unterföhring und Unterschleißheim ausgeliefert; weitere Auslieferungen werden in Kürze erfolgen.

„Aus unserer zunächst lokalen Initiative ist eine deutsche Erfolgsgeschichte geworden. Asylplus hat bundesweit inzwischen mehr als 70 Lernzentren mit mehr als 700 Computern ausgestattet, den weitaus größten Teil davon in Bayern. Wir freuen uns sehr, dass der Landkreis München unsere Initiative unterstützt“, sagte Dr. Thomas von Rüden, 1. Vorsitzender von Asylplus. „Wir sind uns sicher, dass wir damit Geflüchtete im Landkreis beim Erlernen der deutschen Sprache und dem Erwerb integrationsfördernder Kompetenzen effektiv fördern können.“

„Das computergestützte Lernen von Asylplus ist eine sinnvolle und kostengünstige Ergänzung der Bildungsangebote für Flüchtlinge, die wir gerne unterstützen“, sagte Landrat Christoph Göbel. „Ich ermutige alle Städte und Gemeinden des Landkreises, sich um Asylplus Computer zu bewerben.“

Die Asylplus-Computer sind mit einer Lernoberfläche ausgestattet, die das kostenfreie Erlernen der deutschen Sprache ermöglicht und wichtige Informationen über das Leben in Deutschland vermittelt. Die Lernplattform lässt sich intuitiv und ohne Kenntnisse der deutschen Sprache bedienen.

Der Zugang zu den einzelnen Lernangeboten für Anfänger und Fortgeschrittene erfolgt einerseits über international verständliche Symbole, anderseits in den sechs meistgesprochenen Sprachen der Asylbewerber: Arabisch, Dari, Englisch, Farsi, Französisch und Tigrinya. Lern-Niveau und -Geschwindigkeit werden von den Nutzern selbst bestimmt und Fortschritte können objektiv gemessen werden. Diese alternative Lehrmethode ist daher ideal für heterogene Gruppen mit Teilnehmern unterschiedlicher Herkunft und Bildung.

Über Asylplus e.V.:
Asylplus e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz München (Geschäftsstelle in Wackersberg in Oberbayern), der es sich zur Aufgabe gesetzt hat, Geflüchteten langfristige Perspektiven durch Bildung zu vermitteln. Der Verein ermöglicht Asylbewerbern Zugang zu multilingualen und interaktiven Deutschkursen und anderen Bildungsangeboten, die von renommierten Anbietern wie der Deutschen Welle oder dem Goethe Verlag kostenlos im Internet zur Verfügung gestellt werden. Unterstützt wird der Verein dabei durch qualifizierte Asylbewerber und ehrenamtliche Helfer. Der Verein finanziert sich durch öffentliche Gelder, Spenden und Mitgliedsbeiträge. Weitere Informationen finden Sie auf: www.asylplus.de

Über NetHope:
NetHope ermöglicht engagierten Organisationen, die Welt mit Hilfe von Technik zu verbessern. Seit der Gründung im Jahr 2001, vereinfacht NetHope die Zusammenarbeit zwischen NetHope's gemeinnützigen Mitgliedsorganisationen, Stiftungen und Technologie Sponsoren und fördert damit Innovationen und Problemlösungen im Bereich der humanitären Hilfe und im Naturschutz. NetHope repräsentiert 44 internationale NGOs, die sich globalen Problemen, wie Armut und Hunger, Flüchtlingsbewegungen, und Menschenhandel widmen und sich für die Gleichstellung der Geschlechter und den Umweltschutz einsetzen. Weitere Informationen über das „Project Reconnect“ finden Sie auf: http://reconnect.nethope.org

Über Google.org:
Google.org unterstützt Menschen auf der ganzen Welt, die Innovationen schaffen, um die größten Herausforderungen der Menschheit zu bewältigen. Durch gezielte Beihilfen und den Einsatz von Google-Mitarbeitern unterstützt Google.org gemeinnützige Organisationen bei der Beschleunigung und Skalierung von Prozessen. Im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise hat Google.org ein Portal für Nutzer-Spenden eingerichtet und die Spenden aufgestockt, so dass schließlich 10 Mill. € auf die Organisationen Ärzte ohne Grenzen, International Rescue Committee, Save the Children und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen verteilt werden konnten. Darüber hinaus investiert google.org in High-Impact-Projekte wie z. B. die Bereitstellung von WLAN-Verbindungen in Flüchtlingsunterkünften und einen erleichterten Zugang zu Bildung. Weitere Informationen finden Sie auf: www.google.org

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Dr. Thomas von Rüden
1. VorsitzenderAsylplus e.V.
Tel: +49-151-24 04 44 43
Email: thomas.vonrueden@asylplus.de