23.03.2017

Flüchtlinge helfen im "Café International" mit

Beim monatlichen Treffen von Flüchtlingen und Einheimischen im "Café International" sind die beim Helferkreis Asyl mithelfenden Flüchtlinge Najia mit ihren beiden Kindern, Ali mit Ehefrau Roqaya und den zwei Kindern sowie Alis Freund Aziz regelmäßig dabei und packen mit an.

Najia und Roqaya backen beispielsweise zuhause afghanisches Gebäck und bringen es mit fürs Kuchenbuffet. Namensschilder klären die Besucher auf, was genau angeboten wird.

Das "Café International" entstand aus der Idee, Flüchtlinge mit Einheimischen in Kontakt zu bringen. Seit April 2016 wird einmal im Monat zu Kaffee und Kuchen eingeladen; die Michaelsgemeinde stellt hierfür Räumlichkeiten in der Gartenstraße 1 zur Verfügung. Inzwischen werden diese monatlichen Treffen von Flüchtlingen und Ottobrunnern gut besucht.

Kaffee und Kuchen sind in Afghanistan laut Roqaya zwar nicht die Regel, aber manchmal backen die Frauen für das islamische Wochenende und laden Gäste und Familienangehörige ein.

Feiern, reden, essen

Ihr Mann Ali findet richtiges Essen besser. Es sei ein stärkerer Anlass für Gespräche. "Man sitzt dabei viele Stunden zusammen, feiert und tauscht Meinungen aus, um sich ein Urteil zu bilden", erklärt er. Das ist für ihn das Wichtigste, dass man sich treffen und neue Leute kennen lernen kann. Am Ende der Kaffeezeit stellen die beiden Afghanen die Tische wieder zurück. Sobald alles fertig aufgeräumt ist, freut sich Ali schon aufs nächste Mal. Denn wenn er und seine Familie zusammen ins Café in der Gartenstraße gehen, ist der traumatisierte Familienvater "ein bisschen glücklich".

Linda Stiller