Auf Stimmenfang im Helferkreis Unterföhring

+++ Ein Bericht des Helferkreises Unterföhring +++

Das Team Lernen-Lehren-Helfen der Ludwig-Maximilians-Universität hat sich am 18. Juli mit Helfenden und Freiwilligen für Stimmspenden in Unterföhring getroffen. Die werden gebraucht für die Entwicklung einer Lern-App, die als Begleitung zum Ersthelfer-Leitfaden dienen soll.

Lernen-Lehren-Helfen vermittelt, auch als Buch, weit über die Sprache hinaus Einblick in das Leben in Deutschland und Orientierung im Alltagsleben.

Die App kann gut helfen beim flexiblen, autonomen Selbstlernen auf dem Smartphone, das ja heutzutage praktisch jeder hat. Gesprochene Sprache und Dialoge aus dem Alltagsleben jederzeit hören zu können und automatisch in Deutschland übliche Umgangsformen zu erlernen, wird so möglich.

So können Deutschlernende, ob geflüchtet oder nicht, auch außerhalb von Unterrichtszeiten eigenständig an ihren Deutschkenntnissen arbeiten.

Zusätzlich zu den Buchinhalten soll die App auch einen Grammatik-Teil bekommen, der dann zusätzlich das Lehren und Lernen der deutschen Sprache erleichtern wird.

Projektkoordinatorin Corinna Niederreiter von der LMU freut sich sehr über die Unterstützung des Unterföhringer Helferkreises, weil man hier schon seit Erscheinen des Buches gerne zusammenarbeitet. Auch haben sie und ihre Kollegin Fiona Schweizer schon mehrfach in Unterföhring bei den ehrenamtlichen Sprachangeboten hospitiert, um zu sehen, auf welche Weise Ehrenamtliche den Ersthelfer-Leitfaden im Unterricht einsetzen. Patrick Schmidt hat bei den Aufnahmen das Team ergänzt.

So war es möglich, mit Leuten aus dem ganz normalen Leben die Stimmaufnahmen zu machen, was letztendlich viel authentischer klingt, als wenn Schauspieler*innen die Sätze einsprechen. Auch Geflüchtete haben ihre Stimmen gespendet, um zu zeigen: Es ist okay, wenn Du mit Akzent sprichst, Hauptsache, Du traust Dich, Deutsch zu sprechen, auch als Anfänger*in!

Gemeinsam für Flüchtlinge - Helferkreis Unterföhring e. V. hat hier besonders gerne geholfen: Die ehrenamtlichen Sprachhelfenden freuen sich schon sehr auf die App, weil sie ihnen auch einiges an Arbeit abnehmen und das Lerntempo der Deutschlernenden beschleunigen kann: "Wenn durch unser Mitwirken die App schneller vorankommt, dann machen wir das sehr gerne, wir profitieren ja am Ende auch davon: Ehrensache! Und Spaß gemacht hat es obendrein.", so Susanne Skuballa vom Helferkreis.

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