Von der Erstaufnahmeeinrichtung zur Dezentralen Unterkunft


Die Registrierung der in Bayern neu ankommenden Asylbewerber erfolgt in den Erstaufnahmeeinrichtungen, die von den Regierungen betrieben werden. Von dort werden sie für die weitere Dauer des Asylverfahrens innerhalb Bayerns in der Regel in staatliche Gemeinschaftsunterkünfte verteilt.

Im Freistaat Bayern, im Regierungsbezirk Oberbayern und bei uns im Landkreis München werden die Asylsuchenden nach den Einwohnerzahlen verteilt.

So weist die Regierung von Oberbayern dem Landkreis München je nach aktueller politischer Lage und Saison manchmal nur einzelne, oft aber auch mehr als hundert Asylsuchende pro Woche zu. Nach §7 DVAsyl muss der Landkreis München 7,2 Prozent der Flüchtlinge aufnehmen. 

Unterbringung im Landkreis München

Das Landratsamt seinerseits weist nach den Einwohnerzahlen die Asylsuchenden den 29 Städten und Gemeinden im Landkreis in dezentrale Unterkünfte zu, die vom Landkreis betrieben werden (Mehr Informationen zur Verteilung im Landkreis finden Sie hier).

Da vor allem im Herbst 2015 die Unterkünfte nicht ausreichten, wurden Traglufthallen und Containerunterkünfte errichtet, um allen Flüchtlingen ein Dach über den Kopf zu bieten. In Spitzenzeiten reichten auch diese Vorkehrungen nicht aus, und es musste zusätzlich auf Turnhallen als Notunterkünfte zurückgegriffen werden. Ziel des Landratsamts war es seither, für die Asylbewerber langfristige Unterkunftsmöglichkeiten zu schaffen. Dies ist die Basis für eine gelingende Integration.

Im Landkreis München gab es zeitweise sieben Traglufthallen als Notunterkünfte in Taufkirchen, Unterhaching, Oberhaching, Neubiberg, Grünwald-Wörnbrunn, Unterföhring und Haar – mit Wohnraum für jeweils rund 300 Menschen. Inzwischen konnten alle Notunterkünfte geschlossen werden.

Des Weiteren gibt es Wohnanlagen in Modulbauweise als Containeranlagen oder in Holzständerbauweise, u.a. in Putzbrunn, Sauerlach, Unterhaching, Gräfelfing und vielen weiteren Kommunen.